Dienstag, 6. Februar 2018

WMDEDGT - Februar 2018

Heute fragt Frau Brüllen:
"Was machst du heute den ganzen Tag?"

Unser Montag beginnt "erst" 5:30 Uhr, als das kleine Lieblingskind die Nachtruhe für beendet erklärt - kurz darauf hören wir die Schritte vom großen Lieblingskind, der allerdings kurz vorm Schlafzimmer wieder umdreht, nochmal in sein Zimmer geht und dann wirklich zu uns kommt - in der Nacht von Samstag auf Sonntag hat er bei uns geschlafen und hatte keine Decke dabei, was ich am Morgen im Spaß kritisiert habe, weil er mir meine immer wieder gemopst hat - das war hängen geblieben und so kam er diesmal mit Decke ;). Ein Blick genügte, um zu sehen, dass er nach dem gestrigen Fiebertag heute nicht schulfähig ist; wir organisieren kurz den Morgen und dann heißt es auch schon aufstehen, anziehen, duschen, was man halt früh so macht.

Das kleine Lieblingskind ist alles andere als begeistert, als er mit mir in den Kindergarten soll und der Papa (scheinbar) mit dem großen Lieblingskind Zuhause bleibt. Tragen hilft zumindest ein bisschen; bis zum Kindergarten hat er sich weitesgehend beruhigt. Ich schaffe das kleine Lieblingskind in seine Gruppe, wir winken uns am Fenster zu und danach melde ich das große Lieblingskind erst einmal für heute von der Schule ab und gebe seine Zeugnismappe ab.

Mein Auto klingt kältebedingt sehr traurig, hat dann aber genügend Kraft um anzuspringen und bringt mich auf Arbeit. Es dauert nicht lange und der Beste und das große Lieblingskind besuchen mich auf dem Rückweg vom Kinderarzt - diese Woche wird es keine Schule mehr geben, das große Lieblingskind hat sich eine feine Angina eingefangen. Der Beste schafft ihn zu meiner Mutti, wo er sich besser auskurieren kann als bei mir am Schreibtisch. Ich sage in der Schule Bescheid, bestelle sein Mittagessen ab und stelle den Hausaufgabentransfer sicher; nicht, dass ihm langweilig wird ;).

Arbeitsmäßig habe ich eine traurige kreative Aufgabe und probiere viel herum, bis ich einigermaßen zufrieden bin.

Zum Feierabend wird mir das große Lieblingskind auf Arbeit geliefert ;), wir kaufen Brot, ein paar Drag*ons-Aufkleber für sein Sammelalbum als Trost und holen in der Apotheke seine Medizin ab. Danach geht es Richtung Kindergarten, das kleine Lieblingskind freut sich, dass sein Bruder wieder da ist. Auf dem Parkplatz treffen wir die Lehrerin vom großen Lieblingskind, mit der ich kurz die Zeugnisausgabe am Freitag abspreche und die mir alle Aufgaben für die Woche mit auf den Weg gibt.

Zuhause angekommen, gibt es erst einmal die 1. Ladung Medizin, die Begeisterung hält sich bei allen Beteiligten in Grenzen ;). Die Jungs wollen einen Film anschauen, das kleine Kind zum 1000x einen Dokumentationsfilm über Dinosaurier, den mag selbst das große Lieblingskind nicht mehr sehen - wir einigen uns auf "Dumbo" - der ist dem kleinen Lieblingskind nicht spannend genug, zwischendurch sucht er sich etwas zu spielen. Ich schaue derweil, was unser Kühlschrank hergibt und koche mir für Dienstag Mittag eine Paprikasuppe mit Kokosmilch und Glasnudeln. Das kleine Lieblingskind kommt immer mal zum Herd und mopst sich etwas zum Essen. Nach dem Film ist Spielen und Höhle bauen angesagt, mal mehr, mal weniger harmonisch. Als es zu wild wird, kleben wir mit Washi Tape Tore auf den Boden und versuchen es mit Sitzfußball. Funktioniert nur bedingt; also kuscheln wir uns zu dritt ins Bett und schauen ein Buch an, wo man viele Dinge suchen muss. Der Beste kommt nach Hause, es wird noch etwas gekuschelt und gelesen.

Beim Abendessen kann sich das große Lieblingskind kaum noch gerade halten, er geht direkt vom Eßtisch ins Bett, wo er noch eine Weile Hörspiel hören wird. Das kleine Lieblingskind und ich verabschieden den Besten zum Posaunenchor und starten danach das Abendprogramm, was heute etwas anders ablaufen soll als gewohnt. Nach Bad, Kuscheln und Vorlesen verlasse ich heute das Zimmer, denn wir starten das Projekt "alleine einschlafen". Da es bei uns sehr hellhörig ist, funktioniert dies während der Schulzeit nicht, wenn das große Lieblingskind möglichst zeitig schlafen soll, um für den neuen Tag genügend Kraft zu sammeln. Erwartungsgemäß kommt das kleine Lieblingskind immer und immer und immer und immer usw. wieder aus seinem Zimmer raus, muss nochmal auf Toilette, will noch einen letzten Kuß, noch einmal zugedeckt werden, etc. (ich bin froh, dass es zumindest keine Tränen gibt) - ich habe mir 45 Minuten als Limit gesetzt, davon verbringe ich 30 Minuten am Wäscheständer, wo ich die klamme Wäsche immer umhänge, wenn das kleine Lieblingskind kommt, damit er sieht, dass ich etwas "machen muss" ;). Wie zu erwarten lege ich mich nach 45 Minuten doch zu ihm, trotzdem braucht er noch ewig, bis er zur Ruhe kommt. Wie lange weiß ich nicht genau, ich erwache frierend gegen halb 11, dusche und ziehe in mein Bett um. Gute Nacht!

Die anderen Tagebuchblogger findet ihr bei Frau Brüllen.

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