Freitag, 5. Dezember 2014

WMDEDGT - Dezember 2014

Das letzte Mal in diesem Jahr stellt Frau Brüllen die Frage

"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?".

Mein Tag beginnt, als der kleine Mann zu uns ins Bett wandert, lautstark einen Schluck Wasser verlangt, sich an seinen Papa kuschelt und ich mich dann von einer Seite auf die andere wälze. Vom Gefühl her ist es kurz vorm Aufstehen, aber als ich einen Blick auf den Wecker wage, ist es gerade einmal 2:3x. An Schlaf ist nicht zu denken, ich ziehe ins Wohnzimmer um, schreibe ein paar Merkzettel für den kommenden Tag, in der Hoffnung, dass ich dann wieder besser zur Ruhe komme, aber auch das bringt nicht den gewünschten Schlaf.

Ich schaue etwas fern, drohe mehrmals einzuschlafen, aber immer in diesen Momenten fängt in der Nachbarwohnung ein Kind zu weinen an und ich bin wieder putzmunter. Möp.

Gegen 4 Uhr schlafe ich dann endlich wieder ein und werden das nächste Mal von meinem Wecker geweckt. Der kleine Mann stürmt auch unmittelbar nach dem Aufwachen das Wohnzimmer, verkündet Kuschelabsichten, bleibt bestimmt auch 3 1/2 Sekunden ruhig liegen, bevor er seinen morgendlichen Film einfordert und noch seinen Adventskalender öffnet. Wir Großen durchlaufen inzwischen nacheinander das Bad, ich helfe dem kleinen Mann beim Anziehen und nach einer kurzen Badrunde verschwinden meine Zwei Richtung Kindergarten.

Ich mache mir Frühstück und danach ist es auch schon an der Zeit mich für die Arbeit fertig zu machen. Der Beste kommt wieder, wir klatschen uns kurz ab, tauschen die Autoschlüssel und dann geht es für mich auch schon los. Nach einem kurzen Abstecher in den Laden, aktiviere ich das Navi und lasse mich auf einen mir unbekannten Friedhof leiten, wo wir eine Trauerfeier haben. Nach dieser drehe ich im Auto die Sitzheizung ganz hoch und düse wieder Richtung Heimat.

Ich mache einen kurzen Stopp bei meiner Schwiegeroma, wo der Beste heute zum Mittag isst und hole mir im Wärmegefäß eine Portion Nudeln mit Tomatensosse ab. Dann geht es weiter in den Laden, wo ich erstmal esse, einen Tee trinke und Wasser für die Wärmflasche warm mache.

Das Telefon verkündet neue Arbeit - ich hänge mich ans Telefon, versuche Lösungen zu finden, finde meine Ansätze auch gut durchdacht, scheitere an der Bürokratie und muss dann doch meinem Kollegen für Montag einen langen Zettel schreiben. Nebenbei habe ich noch schnell die Musik für die heutige Weihnachtsfeier auf die Festplatte gezogen, diese auch gleich eingepackt (ich bin ja Meister darin, solche Sachen zu vergessen) und noch ein wenig im Laden aufgeräumt.

Nun blicke ich in die Zukunft, da ich heute bestimmt nicht mehr zum Schreiben kommen werde: ich bin nach dem Feierabend nach Hause gefahren, werde dort die Nikolausgeschenke für meine Jungs zusammenpacken, einen Nähauftrag fotografieren und danach einpacken, mich aufhübschen, vielleicht noch etwas ausruhen und gegen 18:15 Uhr eine Kollegin abholen und mit ihr zur Weihnachtsfeier fahren. Wir werden lecker essen, harte Duelle am Kickertisch austragen und hoffentlich alle Mann eine schöne Zeit miteinander haben. So feucht-fröhlich wie letztes Jahr wird es bei mir natürlich nicht. Ich hatte es gar nicht mehr"schlimm" in Erinnerung (ja, ich wusste noch, dass die eilig getrunkene Feuerzangenbowle auf dem Weihnachtsmarkt auf nüchternen Magen eine halbe Stunde vor Weihnachtsfeierbeginn nicht wirklich eine gute Idee war, aber ich hatte mich dann wieder ganz gut gefangen), aber letztens meinte mein Chef, dass die Weihnachtsfeier dieses Jahr gar nicht so lustig werden würde, wie im letzten Jahr, weil ich ja nichts trinken könnte. Oha ...
Nach der Feier werde ich meine Kollegin wieder heimfahren, mich danach auch, den Nikolaus spielen und sicherlich nach Mitternacht ins Bett fallen.

Die anderen Tagebuchblogger findet ihr wie immer hier.

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