Mittwoch, 5. März 2014

WMDEDGT-März 2014

Wie an jedem 4. des Monats fragt Frau Brüllen auch heute:

Was macht du eigentlich den ganzen Tag?

Heute ist nicht nur Aschermittwoch, sondern für uns ist es der Tag 3 im Krankenhaus, wo wir wegen der Polypen-OP vom kleinen Mann weilen.

0:11 Uhr: Ich versuche bisher erfolglos neben dem kleinen Mann Schlaf zu finden, der nicht im Gitterbett schlafen konnte und somit mit zu mir ins Bett gezogen ist. Blöd nur, dass das Bett irre schmal ist und der kleine Mann ganz schön viel Platz braucht.

0:30 Uhr: Ich muss doch ein wenig weggedämmert sein, denn ich fahre erschrocken hoch, als unsere Zimmertür aufgeht. Die Nachtschwester teilt mir mit, dass sie immer mal nachschauen kommt, ob alles okay ist, da es gerade in der letzten Zeit vermehrt nachts zu Nachblutungen bei den operierten Kindern gekommen ist.

Bis 5:00 Uhr wechseln sich Wach-sein und Dösen ab, die Nachtschwester kommt noch 3x.

5:00 Uhr: Die Nachtschwester kommt das letzte Mal und wünscht uns alles Gute. Leider ist der kleine Mann nun auch munter und nicht wieder zum Einschlafen zu Bewegen. Außerdem vermisst er seinen Papa, was er auch lautstark verkündet (bin ich sehr empfänglich um diese Uhrzeit und nach einer mehr oder weniger schlaflosen Nacht ;).).

7:30 Uhr: Wir haben alle unsere vier mitgebrachten Puzzle im Wechsel gepuzzelt (Note an mich: Puzzle 3+ sind zu einfach geworden), haben Bücher angeschaut, Sachen zusammengepackt und ein paar Mausfilme angeschaut. Nun gibt es endlich Frühstück. Mit furchtbaren Kaffee.

8:00 Uhr: Wir puzzeln wieder, schauen uns weiter Bücher an, kuscheln, schaffen unsere Frühstückssachen einzeln auf den Geschirrwagen. Meine Laune ist nach der Nacht und dem schlechten Kaffee im Keller.

9:45 Uhr: Wir bekommen die Info, dass wir kurz nach 10 zur HNO-Ärztin kommen dürfen. Optimistisch gestimmt rufe ich meine Eltern an und informiere sie, dass sie uns gg. 10:45 Uhr abholen können.

10:05 Uhr: Wir haben die Plätze bei der HNO-Abteilung eingenommen, wo leider schon einige andere sitzen. Wie durch Zauberhand werden diese aber erstmal einmal zu anderen Untersuchungen geschickt, sodass wir dann doch schnell rankommen.

10:30 Uhr: Sind wir zurück auf Station, geben unsere Mappe ab und könnten starten, wenn der kleine Mann nicht noch eine Kanüle im Handrücken hätte. Die Schwestern gönnen sich eine Kaffeepause, die wir ihnen gerne zugestehen, sodass wir erst einmal versuchen, die HNO-Ärztin Zuhause zu erreichen, um einen Nachsorgetermin für morgen zu bekommen. Zeitgleich erreichen mich schlechte Nachrichten von Arbeit - Stimmung wandert wieder in den Keller.

10:45 Uhr: Der kleine Mann bekommt die Kanüle gezogen, ich bekomme eine Bescheinigung, dass ich die Tage mit im Krankenhaus war, wir geben den Türöffner für die Station ab und dann gehen wir zusammen mit meiner Mutti, die inzwischen auch gekommen ist, zum Auto.

11:20 Uhr: Bei meinen Eltern Zuhause angekommen, machen sich meine Eltern daran, das Mittagessen vorzubereiten. Der kleine Mann stürzt sich voller Begeisterung auf die Duplo-Steine - muss ihm wie Entzug vorgekommen sein, dass er seit Montag nicht mehr damit gespielt hat. Ich versuche weiter eine Lösung für Arbeit zu finden und außerdem die HNO-Ärztin zu erreichen.

11:35 Uhr: Ausdauer wird belohnt - wenigstens den Termin bei der HNO-Ärztin konnte ich ausmachen, das andere Problem wird zum Ende des Tages bestehen bleiben.

12:30 Uhr: Wir essen leckeren Eintopf zum Mittag, allerdings ist der kleine Mann leicht müde, daher bringt uns mein Papa gleich nach dem Essen nach Hause.

13:10 Uhr: Wir liegen im Bett, der kleine Mann braucht noch eine Weile, bis er zur Ruhe kommt. Ich schlafe derweil schon lange ;).

15.35 Uhr: Oh - ist ja schon ganz schön spät, da wird das Zu-Bett-gehen heute abend sicher spannend. Erstmal gibt es einen Kakao. Und dann noch einen. Und für die Mama einen Cappuccino.

16 Uhr: Der kleine Mann spielt ein wenig mit den Duplo-Steinen und den Schleichtieren (die er auch die letzten Tage nicht hatte), um dann doch wieder da zu tun, was er schon den halben Vormittag gemacht hat: puzzeln. Zum Glück haben wir noch zwei Puzzle Zuhause, die wir nicht mit im Krankenhaus hatten.

16:45 Uhr: Meine Motivation sitzt im Keller und häkelt, aber wir müssten mal noch etwas einkaufen. Also los.

18:22 Uhr: Nach einer kurzen Einkaufsrunde mit dem Nötigsten halte ich nochmal fix auf Arbeit an, wo gestern das Krankenhaus-Belohnungspaket für den kleinen Mann abgegeben wurde.

19:00 Uhr: Wir essen gemütlich Abendbrot, der kleine Mann verdrückt u.a. eine ganze grüne Gurke. Er war gestern abend sehr traurig, als er nur Weißbrot essen durfte, ich aber Gurke auf meinem Teller hatte. Also habe ich ihm für heute Gurke bis zum Abwinken versprochen :).

20:15 Uhr: Der Beste kommt von seiner Dienstreise zurück, der kleine Mann ist total froh, dass sein Papa wieder da ist. Während der Beste isst, tauschen wir uns noch über den Tag aus, der kleine Mann puzzelt derweil mal wieder.

21:00 Uhr: Nun ist aber gut - der kleine Mann verschwindet mit dem Besten ins Bett. Ich werde noch ein wenig lesen, vielleicht noch einen Post vorbereiten und die Gedanken an die Arbeit morgen von mir wegschieben. Ich habe noch die leise Hoffnung, dass alles gut wird, aber bereite ich mich darauf vor, morgen ein sehr unangenehmes Gespräch führen zu müssen :(.

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PS.: Bis Samstag kann noch in den Lostopf gehüpft werden :).

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