Donnerstag, 5. Dezember 2013

WMDEDGT-Dezember 2013

Frau Brüllen fragt an jedem 5. des Monats: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?. Darauf kann ich Antworten:

5.40 Uhr werde ich munter und würde auch gerne aufstehen, um noch ein wenig zu nähen, aber der kleine Mann liegt eng gekuschelt an mir dran und wird sofort unruhig, wenn ich mich bewege (was schwierig ist, denn rechts neben mir ist das Bett zuende und auf der anderen Seite liegt das Kind).

6:30 Uhr Das Kind ist munter, hat aber keine Lust aufzustehen und mit dem Papa in den Kindergarten zu fahren.

7:10 Uhr Meine zwei sind zum Tempel raus, ich gehe fix duschen, koche mir einen starken Schwarztee mit viel Zucker und verschwinde im Nähzimmer. Hier nähe ich noch ein paar Kleinigkeiten, bereite Sachen vor und freue mich insgeheim, dass ich nächste Woche Urlaub habe, der mir viel Zeit zum Nähen bieten wird.

8:30 Uhr Fertig machen für Arbeit, d.h. Haare fönen, die Schlumpisachen ausziehen (schade!) und Obst einpacken.

9:18 Uhr Telefon auf Arbeit umstellen, Licht anmachen, Tee kochen, Mails checken. Und erstmal frühstücken.

Dann heißt es aufräumen, Blumen gießen, neuen Tee kochen, mit Kollegen telefonieren, den wöchentlichen Donnerstags-Plausch mit dem Chef halten, Pläne für die kommende Urlaubswoche machen, Weihnachtsgeschenke planen, einen Menschen von den Stadtwerken helfen, den morgigen Tag mit einer Kollegin absprechen, einen Kostenvoranschlag machen ...

15:30 Uhr Feierabend! Da es grad etwas ruhig ist, ist dieser heiß ersehnt und pünktlich bin ich am Auto und düse los, um den kleinen Mann abzuholen.

16 Uhr Nach einem kurzen Plausch mit der Kindergärtnerin sind wir Zuhause angekommen - das Kind verschwindet in sein Zimmer zum Spielen, ich räume das Wohnzimmer auf, Wäsche weg und bereite das Abendessen vor, da wir noch Besuch erwarten.

Kurz nach 18 Uhr erreicht mich der Anruf des Besten, dass seine Oma aufgrund des Sturmes gestürzt ist und nun auf dem Weg ins Krankenhaus sei. Ich sage unserem Besuch ab und versuche dem Kind zu erklären, dass der Papa später kommt. Bei jedem Geräusch rennt der kleine Mann in den Flur, teilweise schaut er auch zur Wohnungstür raus, ob sein Papa endlich kommt. Bittere Tränen fließen. Da kann auch das Abendessen nicht helfen.

19 Uhr haben wir nochmal mit dem Papa telefoniert, der solange bei seinem Opa bleiben möchte, bis es Klarheit aus dem Krankenhaus gibt. Das Kind ist versöhnt, da es selber mit dem Papa reden konnte. Nun hat er auch noch ein wenig Hunger und ißt die Nudeln aus der Lasagne, die es eigentlich heute geben sollte.

19:35 Uhr Immer und immer wieder erklärt mir der kleine Mann, was mit der Oma passiert ist und dass der Notarzt sie jetzt wieder gesund macht. Auch beim Zähneputzen beschäftigt ihn das immer noch.

19:55 Uhr Nach einer Rittergeschichte und einem Schlaflied für alle Kuscheltiere und den kleinen Mann, zieht jetzt langsam Ruhe ein. Ich werde weiter auf den Besten warten und hoffen, dass es keine Hiobsbotschaften geben wird. Bis er da ist, werde ich noch ein wenig Ordnung ins Nähzimmer bringen.

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