Montag, 29. Mai 2017

Countdown: Noch 5 Monate bis zum 1. Halbmarathon


Wie ich euch vor ziemlich genau einem Monat erzählt habe, möchte ich für mich und auch für euch meinen Weg zum Halbmarathon festhalten. Während ich diese Zeilen schreibe, kämpfe ich mit dem schlimmsten Muskelkater, den ich jemals in meinem Leben hatte und das kam so:

Wie ist der aktuelle Stand?

Im Moment dominiert ganz klar das Wochenende, an dem der Beste und ich am Fichtelbergmarsch teilgenommen haben. Diese Sportwanderung führt von Chemnitz auf den Fichtelberg, in Zahlen ausgedrückt: 64km in ca. 15 Stunden, 1700 Höhenmeter. Wir waren recht zeitig am Start, konnten unser Startbändchen schnell in Empfang nehmen und waren 4:45 Uhr auf der Strecke. Unterwegs gab es vier Verpflegungspunkte, die ein reichhaltiges Speisen- und Getränkeangebot verteilten. Ich gebe zu, dass ich das Ganze eher locker angesehen habe, wir haben im Vorfeld nicht explizit darauf trainiert. Das wäre zumindest in Hinblick auf die Schuhe ratsam gewesen, denn dann hätte ich bemerkt, wie sich meine Laufschuhe nach 30 Kilometern anfühlen :).
Ich hatte ab Kilometer 30 ziemlich mit Wadenschmerzen und Monsterblasen zu kämpfen, ab dann hat die ganze Sache nicht mehr wirklich Spaß gemacht. Aufgeben war (erstmal) keine Option, ich wollte unbedingt auf den Berg. Am Ende musste ich allerdings bei Kilometer 52 aufgrund der großen Schmerzen und einer eingeschränkten Beweglichkeit des rechten Beines kapitulieren und wurde von der Bergwacht aufgesammelt. Der Beste hat sich alleine bis zum Ziel durchgekämpft, was ich einfach nur großartig finde !!!
Bei mir stand am Tag darauf der Firmenlauf an, bis zum Start wusste ich wirklich nicht, ob ich meine Beine zum Loslaufen bewegen kann. Gehen ging zu diesem Zeitpunkt recht schlecht. Aber es ging, beim Laufen hatte ich keinerlei Wadenschmerzen, lediglich die Kraft fehlte - nach dem Lauf (4,2km in 27 Minuten, gar nicht so schlecht) ging das Gehumpel wieder los ;).

Die nächsten Tage waren unsere Bewegungsabläufe eher ungelenk und der Gang durchs Treppenhaus sicher eine Schau, aber auch diesen Muskelkater haben wir gut überstanden. Leider war bei einer Blase die Haut abgerissen, sodass ich an einem Fuß die letzte Woche mit Verband unterwegs war, damit die Wunde vor Schmutz und ähnlichem geschützt war.

Fazit: die Geburt vom kleinen Lieblingskind war schöner (und vor allem schneller vorbei ;) ). Ich weiß jetzt, wie es sich außerhalb meiner Komfortzone anfühlt und dass ich bis zu einem bestimmten Punkt die Zähne zusammenbeißen kann. Und dass Straßenkehrer Beppo recht hat ;).

Was ist im kommenden Monat geplant?

Erst einmal nichts besonderes, mir würde es reichen, wenn ich es trotz des Alltagswahnsinns schaffe normal meine Läufe zu absolvieren - das war im Mai schwer und wird sicherlich auch im Juni die größte Herausforderung sein.

Was hast du auf den Ohren?

Grad nichts anderes als im Vormonat - ich müsste mir mal eine Playlist zusammenstellen, aber dann ist Alltag und dann schaffe ich es einfach nicht. Oder der Speicherplatz vom Handy ist voll.

Was macht der Schweinehund?

Verzweifelt. Und bleibt morgends im Bett und schmollt.

Halbmarathon - machbar?

Irgendwie wird es schon werden. Ich hatte ja die Idee etwas mehr nach Plan zu trainieren, um schneller zu werden, aber dieses planvolle Laufen liegt mir einfach nicht - ich möchte die Laufschuhe schnüren und dann einfach schauen, wohin mich meine Füße tragen bzw. was in meinem Zeitfenster möglich ist. Das Laufen bleibt vor allem mein Ausgleich zum Alltag, den Zeitpunkt dieser Auszeiten muss ich zwangsläufig planen, ich kann (und möchte es auch nicht ;)) nicht einfach die Kinder sich selbst überlassen, weil es mir Nachmittags in den Kopf schießt, dass eine Laufrunde toll wäre :).


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