Sonntag, 5. März 2017

WMDEDGT - März 2017

Eigentlich wollte ich heute die Beantwortung der Frage: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" von Frau Brüllen schwänzen, aber dann war mir der Tag doch wichtig genug um festgehalten zu werden.

Ich werde vom Geräusch der zufallenden Tür vom Treppenschutzgitter geweckt und hoffe vor dem Blick auf den Wecker, dass es bittebitte nach um 5 Uhr ist. Es ist 5: 57 Uhr, immer noch zu zeitig, aber besser als um 5 Uhr. Im Wohnzimmer finde ich das große Lieblingskind, wenig später gesellen sich der Beste und das kleine Lieblingskind zu uns.
Wir vertrödeln knapp zwei Stunden mit Kinderfensehen, anziehen, Bad durchlaufen und spielen. Gegen 8 Uhr gibt es Frühstück, danach mache ich mich auf den Weg zum Gottesdienst, während der Beste mit den Lieblingsfreunden korrespondiert, wie sich das Fieber des kleinsten Kindes von ihnen auf unser geplantes Treffen auswirkt.
Bei uns fand heute ein Lesegottesdienst statt, was ich in zweifacher Hinsicht spannend fand - zum einen war ich noch nie zu seinem solchen Gottesdienst und zum anderen hatte ich aber zwei Aufgaben in diesem Gottesdienst übernommen, da die dritte vom Vorbereitungsteam heute nicht konnte. Beides hat erstaunlich gut geklappt, ich war wieder etwas von mir selbst überrascht, wie wenig Probleme es mir inzwischen macht, vor der Gemeinde zu sprechen - da gab es in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung
.
Wieder Zuhause sind der Beste und das kleine Lieblingskind grad vom Schafe füttern wieder da, wir schaukeln, erzählen, erkunden "verbotene Orte", wo das kleine Lieblingskind alleine nicht hindarf, bevor ich mich auf unseren Boden ins Schuhparadies begeben habe - nach einer halben Stunde Sortierung war klar, dass das kleine Lieblingskind schuhtechnisch gut ausgerüstet ist - vor allem war ich sehr erleichtert, als ein Karton mit allen alten Gummistiefeln vom großen Lieblingskind wieder auftauchte, die hatte ich schon vermisst und war mir auch sicher, dass sie irgendwo sein mussten.
Das kleine Lieblingskind war not amused, als es ans Reingehen ging, das große Lieblingskind wurde per Telefon bei der Oma zum Essen gerufen, Tisch decken, zu Tisch zu Tisch.
Es gab Nudeln mit Gulasch - einer aß nur Nudeln, der andere piekte sich das Fleisch heraus - ergänzen sich wunderbar die Kinder ;). Eigentlich waren schon alle satt, als ich erwähnte, dass ich mich freue, dass es noch für eine Portion für mich auf Arbeit reicht - das kurbelte erwartungsgemäß den Appetitt vom großen Lieblingskind an und danach blieb nur noch Gulasch und eine Handvoll für mich übrig. 
Inzwischen hatten wir mit den Lieblingsfreunden entschieden, dass wir unser Treffen verschieben, was wir alle sehr schade fanden.
Nach dem Essen musste das kleine Lieblingskind großflächig gereinigt werden, irgendwie war die Soße bis in die Haare gekommen. Danach ging es für ihn ins Bett. Ich räumte noch etwas auf, hing eine Waschmaschinenladung auf und kuschelte mich danach mit meinem aktuellen Buch ("Die Bibel Martin Luthers: Ein Buch und seine Geschichte")
aufs Sofa neben das große Lieblingskind, der sich "Jagdfieber 2" anschaute. Der Beste kam auch dazu und hielt ein kleines Nickerchen.

Halb drei waren alle wieder munter, Film alle und es gab allgemeine Aufbruchsstimmung. Das große Lieblingskind realisierte, dass er seine Kumpels von den Lieblingsfreunden nicht sehen würde, wenn unser Treffen ausfiel, Stimmung war nicht so der Brüller.
Wir unternahmen eine kleine Wanderung, in erster Linie, um zu testen, was das kleine Lieblingskind zur Kraxe sagt - da wir keinen Kinderwagen mehr haben, er aber dennoch immer mal noch Pausen braucht, erscheint uns das die beste Möglichkeit. Ich habe mich sehr darauf gefreut rauszukommen, auf die Bewegung und war darauf eingestellt, dass das kleine Lieblingskind nicht so begeistert sein würde. Nicht eingestellt war ich, dass das große Lieblingskind nur nölen würde - ich war irgendwann den Tränen nahe, weil wir uns nur noch angemuffelt haben und es stimmungsmäßig gar nicht wie Sonntagsausflug war. Dafür war das kleine Lieblingskind ganz angetan von der neuen Perspektive. Wenigstens was. Nach einer ausgiebigen Rast, wo das kraftlose große Lieblingskind wieder Kraft beim Klettern sammeln konnte, war der Rückweg dann für alle versöhnlich. Für alle? Nein, das kleine Lieblingskind fand es nach der Freiheit bei der Pause nicht mehr so prall in der Kraxe. Irgendwas ist ja immer. Dafür sauste er glücklich los, als er festen Boden unter sich hatte. Das Wirbelkind. Das große Lieblingskind sang mit uns, redete normal mit uns, als hätte es den Hinweg nie gegeben. Alles war toll, bis er bei einem Wettrennen böse stürzte und von da an erstmal nur Hand in Hand und mithilfe von Gummibären weiterlaufen konnte. Trotzdem lief er tapfer weiter, vergaß manchmal das Humpeln und konnte sogar ein weiteres Wettrennen für sich entscheiden. Am Ende war es doch eine wunderbare Zeit, die wir dort zusammen hatten und außerdem haben wir einen wunderbaren Platz entdeckt, den wir im Sommer noch einmal besuchen möchten.

Auf dem Rückweg nach Hause fuhren wir an einem Haus vorbei, welches gestern abend niedergebrannt ist - da lief es uns beiden Großen eiskalt über den Rücken.
Wieder Zuhause steckten wir die Jungs in die Wanne, das große Lieblingskind durfte sich die Wasserfarbe aussuchen und war dadurch sehr glücklich. Ich duschte fix. Danach gab es noch eine kleine Wasserschlacht, die es notwendig machte, danach das gesamte Bad zu wischen. Beim Essen teilten sich die Jungs die restlichen wenigen Nudeln, das kleine Lieblingskind klaute sich wie immer meine Schnitte, es wurde im ertragbaren Rahmen gekaspert und kein Glas umgeschüttet.  Der normale Wahnsinn also.
Nachdem das kleine Lieblingskind vom Besten ins Bett gebracht wurde, widmete ich mich knapp 30 Minuten der Wäsche und schaffte es in der Zeit den Großteil zusammenzulegen und noch eine Ladung aufzuhängen. Ich bereitete mein Frühstück für morgen zu, kochte neue Nudeln für das restliche Gulasch und packte die Kindergartensachen der Jungs zusammen. Da wir im Moment gemeinsam Fernsehen fasten, gibt es heute keinen Tat*ort für uns und für mich keinen Spätkrimi bei Z*DF. Dafür habe ich Zeit diesen Text zu schreiben. Aber nun ruft mein Buch, daher sage ich: "Gute Nacht! Kommt gut in die neue Woche!"

Die anderen Tagebuchblogger findet ihr bei Frau Brüllen.



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