Donnerstag, 6. Oktober 2016

WMDEDGT - Oktober 2016

Auch wenn Frau Brüllen gerade in Wien weilt, stellt sie trotzdem die Frage:

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Als mein Wecker wie jeden Tag um 5 Uhr klingelt, kann ich mich nicht dazu aufraffen aufzustehen. Ich döse noch etwas vor mich, muss dann aber doch noch einmal eingeschlafen sein, denn ich bekomme nicht mit, wie der Beste zum kleinen Lieblingskind geht. 6:10 Uhr klingelt der "richtige" (analoge) Wecker - anscheinend hat den gestern beim Spielen jemand (ich tippe auf klein, blond und niedlich) eingestellt. Ich wandere kurz durchs Bad und löse dann den Besten im Kinderzimmer ab. Das kleine Lieblingskind spielt noch ein wenig, allerdings nur solange bis er seinen Bruder hört, dann hält ihn nichts mehr in seinem Zimmer - das große Lieblingskind zieht sich an, während ich erfolglos versuche, dem kleinen Lieblingskind seine Hose anzuziehen, die ich enger stellen musste, da der Schmalhans sie sonst verliert. Das große Lieblingskind geht Zähne putzen, bzw. geht zumindest erst einmal ins Bad. Als ich 5 Minuten später nachkomme (inzwischen habe ich es geschafft, dem kleinen Lieblingskind die Hose anzuziehen - Sportprogramm für heute erledigt ;) ), hat er immerhin seine Zahnbürste in der Hand - mehr ist da noch nicht passiert.

Ich packe meine Arbeitstasche, übersehe leider, dass eine volle Teetasse in der Reichweite vom kleinen Lieblingskind steht und ziehe ihn nochmal um. Dem großen Lieblingskind fällt ein, dass heute Spielzeugtag im Kindergarten ist, er sucht sich seinen größten Dino und dann geht es auch schon Richtung Schuhe und Jacke anziehen. Der Beste schafft die Jungs heute in den Kindergarten, muss allerdings noch ein wenig warten, da sein Auto leicht zugefroren ist. Ich ziehe mich an, kontrolliere ob alle Lichter aus sind und mache mich dann auch auf den Weg.

Ich fahre als erstes in unsere Hauptgeschäftsstelle, wir tauschen Unterlagen, ich bekomme ein neues Telefon in die Hand gedrückt, da meins in der Filiale gestern arge Ermüdungserscheinungen gezeigt hat. Wieder auf dem Rückweg kaufe ich noch Batterien für das neue Telefon und Wasser und bin eine Stunde später wie sonst auf Arbeit. Licht und Heizung an und Wasserkocher angestellt. Das neue Telefon bekommt seine Batterien und darf erst einmal laden, wahrscheinlich werde ich es morgen richtig in Betrieb nehmen.

Ich arbeite mich durch den Abarbeitungsstapel, telefoniere, bekomme pünktlich Mittagshunger, schreibe, lese & beantworte Mails, räume etwas im Laden auf und bin überrascht, wie schnell die Zeit vergangen ist, als es Zeit für den Feierabend ist. Ich erledige auf dem Weg nach Hause ein paar Wege, hole Brot & Kuchen, gehe zur Post und schaue fix bei Freunden nach dem Rechten, die gerade im Urlaub weilen und deren Briefkasten ich leere. Ich hole die Jungs aus dem Kindergarten ab - das kleine Lieblingskind ist wieder wund, schnell gehe ich im Kopf seine Lebensmittel vom Vortag durch und entdecke auch etwas, was er das 1. mal gegessen hat. Das wird dann also wieder/ erstmal gestrichen. Ich stelle fest, dass der Beste am Dienstag die Regenjacken vertauscht aufgehängt hat - das hat heute dazu geführt, dass sich die Erzieher vom kleinen Lieblingskind gewundert haben, warum er eine Jacke in Größe 110/ 116 anhatte, als sie die Großbaustelle im Dorf besucht haben. Jacken wieder getauscht, innerlich sehrsehr geschmunzelt und dann Richtung Zuhause gedüst.

Zuhause angekommen, machen wir kurz einen Plan, was wir an diesem Regennachmittag anstellen - Kuchen essen, malen und danach Badewanne. Und so wird es dann auch gemacht. Es ist für das kleine Lieblingskind "Malpremiere" bei uns und ich bin überrascht, wie gut es funktioniert. Ja, es ist vor allem eine große Sauerei, aber er ist sehr konzentriert bei der Sache. Leider kommt er irgendwann auf die Idee, den Pinsel mit der Farbe essen zu wollen, da ist dann Zeit zum Aufhören, was er aber nicht so einsieht - er schimpft bis wir im Bad sind, dann ahnt er, dass es in die Wanne geht und läßt sich bereitwillig aussziehen. Als das große Lieblingskind sein Bild beendet hat, kommt er nach und die beiden spielen zusammen in der Wanne und werden von allen Farbresten befreit. Als das Wasser kalt und die Hände schrumpelig sind, bin ich der Meinung, dass es nun Zeit zum Rauskommen ist - Begeisterung ist bei beiden nur so mittel. Das kleine Lieblingskind schimpft und windet sich, am Ende ziehe ich ihn in seinem Bett an, da er dort nicht ausreißen kann und weich fällt, wenn er sich hinfallen läßt (von wegen beim Baden wird man müde, wir haben da das falsche Wasser) - irgendwann ist es geschafft und er ist wieder warm eingekuschelt. Das große Lieblingskind und er spielen in seinem Zimmer, während ich eigentlich den Tisch von den Malsachen befreien möchte. Da mich der Kampf mit dem Anziehen doch etwas mitgenommen hat, entscheide ich mich gegen das Aufräumen und gehe wieder zu den Jungs, um mit ihnen zu spielen und sie einfach nur zu beobachten, wie gut sie miteinander harmonieren und sich suchen. Als der Beste nach Hause kommt, kann ich mich nicht länger um das Aufräumen drücken, ich mache schnell eine Ladung Schinkenmuffins und räume den Tisch frei und dann räumen wir alle gemeinsam die Sachen für das Abendbrot hin - das kleine Lieblingskind erwischt die Wienerpackung, die er auch gleich plündert. Das große Lieblingskind stellt Teller auf den Tisch, holt Besteck und die Gläser - große Kinder sind schon toll :).

Während der Beste das Brot schneidet, ich die Muffins aus dem Ofen hole, klettert das kleine Lieblingskind auf einen Stuhl und möchte noch etwas Wiener ergaunern - ich bin bereits am Loshechten, als er vom Stuhl abschmiert und auf den Boden fällt - ich erschrecke mich tierisch, als ich ihn hochnehme, da ich im ersten Moment denke, dass er sich beim Runterfallen auf die Zunge gebissen hat und diese innerhalb von 10 Sekunden irre dick geworden ist - aber nein, der Mund ist voller Wiener und er kann sich nicht entscheiden, ob er weinen oder kauen soll (die Raupe etnscheidet sich fürs Kauen) ;) - als sich alle beruhigt haben, die Reste des kaputten Tellers weggeräumt und weggesaugt sind, können wir mit dem Abendbrot beginnen, was keine weiteren Überraschungen bereithält (reicht auch für heute).

Nach dem Essen schafft der Beste das kleine Lieblingskind ins Bett, ich räume die Küche auf, Geschirrspüler aus und wieder ein. Das große Lieblingskind übt seine Schwimmübungen, das sieht gar nicht mal so schlecht aus. Danach setzen wir uns zusammen an den Tisch und füllen ein Freundebuch von einer Kindergartenfreundin aus, was wir schon viel zu lange bei uns haben. Es liegt noch ein weiteres von den Lieblingsfreunden hier, das ist dann morgen dran (versprochen!). Danach verschwindet er ins Bad und bekommt noch eine Gute-Nacht-Geschichte vom Besten vorgelesen. Ich hänge derweil noch eine Ladung Wäsche auf.

Der Cousin vom Besten kommt zu Besuch, um gemeinsam mit dem besten Bewerbungen zu schreiben bzw. eine Liste zusammenzustellen, wo man sich bewerben kann. Ich mache es mir am Wohnzimmertisch gemütlich und arbeite mich noch ein wenig durch zwei Biographien zu Martin Luther - morgen abend habe ich eine Frauenstunde zum Thema "Luther", fühle mich nur bedingt vorbereitet, denke aber, dass das schon werden wird. Konzentration ist nach dem Tag nicht mehr wirklich vorhanden und so packe ich halb 10 alle Bücher zusammen und gehe duschen und danach ins Bett. Bereits beim Knobeln, welches der drei Bücher vom Nachtschrank ich noch lesen werde, schlafe ich ein.

Die anderen Tagebuchblogger von heute findet ihr hier.

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