Samstag, 21. November 2015

Wochenglück 47/ 2015



Was hat dich diese Woche glücklich gemacht?


Diese Frage stellt Fräulein Ordnung am Samstag und lädt zum gemeinsamen Rückblick auf die vorhergehende Woche ein.
Mit dem Glück ist es ja so eine Sache - ich wurde letzte Woche angeschrieben, dass meine Wochenrückblicke so "wunderbar wirken - so wie es sein soll" - das ist einerseits schön, aber andererseits entspricht das vor allem im Moment gerade nicht unserer Relaität im realen Leben. Hier und da habe ich schon einmal kryptisch angedeutet, dass es da etwas in unserem Leben gibt, was uns mal mehr, mal weniger und mal richtig viel (im Moment) belastet - es ist zu privat, um hier in diesem Blog offen darüber zu schreiben. Ich bin von Natur aus eher ein optimistischer Mensch, daher versuche ich auch im Moment immer positiv zu denken, mir Freiräume zu schaffen, um Kraft zu sammeln, horche viel in mich hinein, was mir guttut und meide gerade konsequent alles, was mir nicht gut tut. Anders wäre die Situation für mich im Moment nicht zu schaffen. Zu den positiven Dingen gehören für mich auch diese Wochenglück-Post - da sehe ich noch einmal bewusst (auch im Rückblick), wie gut es uns trotz allem geht - wir sind gesund, haben ein Dach über den Kopf, gesunde Kinder, die uns zum Lachen bringen (und ja, auch fordern), werden nicht verfolgt, müssen nicht in einer Nussschale übers Mittelmeer und um unser Leben bangen. Auch wenn ich im Moment häufig auf die Frage "Wie geht es euch?" antworte "Wir atmen, das muss reichen." ist es mir doch bewusst, dass wir vielleicht im Moment nicht himmelhochjauchzenddauergrinsend glücklich sind, aber viele kleine Glücksmomentchen genießen dürfen. Und solange wir das nicht verlernen, sehe ich auch weiterhin mit Optimismus in unsere Zukunft.

Letzte Woche sah unser ganz persönliches Glück im Kleinen so aus.
Das kleine Lieblingskind untersucht die Bauwerke vom Großen sehr ausdauernd, sobald dieser im Kindergarten ist.

Lache, wenn es zum Weinen nicht reicht ;)

Verkehrte Welt

Konkrete Zeitangaben sind genau mein Ding :D - zu dem Zeitpunkt war mir eher zum Heulen, aber dank diesem Dialog ging es mir gleich wieder viel besser.

 "Mama, das kleine Lieblingskind macht meine Höhle kaputt."
"Warte, ich suche ihm was raus ... Wie wäre es mit der Lok, der Giraffe und dem leeren Windelkarton?"
"Ja, das gefällt mir. Das kleine Lieblingskind kann ruhig weiter in meiner Höhle spielen."

(Mit der Giraffe wird seitdem permanent gespielt. Anmerkung der Redaktion)

Da klaut einer immer das Stillhütchen. Ich kann so nicht arbeiten.


 Leider fehlt es an der Zeit sich aktiv bei unseren Flüchtlingen vor Ort zu engagieren, aber Kuchen backen für ein Willkommensfest bekomme ich noch hin.

Die Anschläge in Paris waren letzte Woche DAS beherrschende Thema in den Medien - wisst ihr, was mich wirklichwirklichwirklich beschämt hat? Dass es Leute gibt, die nun an uns "Gutmenschen" die Frage richten "Und das ist es also was ihr wollt, weil ihr diese Leute bei uns aufnehmt?" Natürlich will keiner diesen Terror, aber das was in Paris passiert ist, passiert in Syrien täglich an vielen verschiedenen Orten - die Flüchtlinge per se sind nicht die Täter, sie sind die Opfer, die vor genau diesem Terror fliehen. Und ja, nachdem ich die Filme von Paris gesehen habe, kann ich noch besser nachvollziehen, warum sich so viele auf die beschwerliche Reise machen - wer von diesen sogenannten besorgten Bürgern hätte den Mumm dazu, seine Heimat hinter sich zu lassen, in ein unbekanntes Land zu gehen, wo man die Sprache nicht kennt, wo man nicht weiß, was bzw. wer einen erwartet und einfach darauf zu hoffen, dass man in diesem Land ein neues Leben aufbauen kann? Und nein, ich verschließe nicht die Augen vor den Herausforderungen, die diese Flüchtlingskrise mit sich bringt - es ist mir bewusst, was verschiedene Berufsgruppen (sei es Polizei, Ärzte, Kindergärten, Schulen, Ämter, um nur einige zu nennen) in dieser Zeit leisten. Und ja, es ist mir auch bewusst, dass es durchaus Flüchtlinge gibt, die nicht nur mit guten Absichten kommen. Soll ja aber auch deutsche Bürger geben, die nicht ganz gesetzestreu leben. Hab ich mir sagen lassen.

(Wir haben ja bekanntlich keine Fenster. Machen aber trotzdem mit.)

Diese Kerze wird dann auch leuchten für die kleine Schwester von Fräulein Ordnung, die letzte Woche den Kampf gegen eine beschissen heimtückische Krankheit verloren hat.



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