Dienstag, 1. Juli 2014

I love to blog [ShortStories]

Bereits im Mai lautete das Thema der Short Stories von Bine und Andrea


Allerdings hatte ich in diesem Monat irre viel um die Ohren und daher fehlte es ein wenig an der Ruhe und der Möglichkeit den Text wachsen zu lassen. Ich schreibe selten einfach nebenbei einen Post, meist pfeile ich mehrfach daran herum, bis ich soweit zufrieden damit bin, dass ich auf "veröffentlichen" klicken kann. RICHTIG zufrieden bin ich selten damit, aber wenn ich den Post solange in der Pipeline lassen würde, bis ich RICHTIG zufrieden damit bin, würde es hier im Blog recht ruhig werden. Nun gibt es inzwischen schon das Thema für den Juli und deswegen ist es an der Zeit, diesen Post zu veröffentlichen.

Das Bloggen ist in den letzten Jahr immer mehr zu einem Teil von mir geworden. Ursprünglich hatte ich diesen Blog begonnen, um über meine Lauferlebnisse und -fortschritte zu berichten - ich war auch in einem Laufforum unterwegs, aber irgendwie hat mich die Möglichkeit dort ein Lauftagebuch zu führen nicht 100%ig überzeugt, ich wollte etwas "eigenes", was auch losgelöst vom Forum funktioniert.

Um ein "Publikum" habe ich mir so erstmal keine Gedanken gemacht, ich habe mich natürlich gefreut (und tue es noch heute!), wenn jemand einen Kommentar hinterläßt oder meinen Blog abonniert hatte, aber das war nicht mein Antrieb. Ich wollte vor allem für mich sichtbar meine damaligen Erlebnisse/ Erfahrungen festhalten. Der Blog wurde auch eher nebenbei "gefüttert" - ich ging vom Laufen an den Schreibtisch, schloß die Laufuhr an, übertrug die Daten, schrieb im Forum und im Blog und war danach soweit abgekühlt, dass ich duschen gehen konnte.

Nachdem der kleine Mann auf der Welt war und die Nähmaschine bei uns eingezogen ist, veränderte sich die Ausrichtung des Blogs - nun gab es keine (bzw. kaum) Laufberichte mehr zu lesen, sondern die Nähwerke wurden präsentiert.

Inzwischen ist der Blog mein Kreativitäts- und Lebenstagebuch geworden. Während ich es nicht mehr schaffe, ein "analoges" Tagebuch zu führen, gelingt es mir auf diese Art viele Dinge festzuhalten - nicht nur die Sachen, die ich genäht habe, sondern auch kleine Dinge zwischen den Zeilen, die dem Leser, der mich nicht im Leben 1.0 kennt, gar nicht auffallen. Ich investiere viel Zeit ins Bloggen und auch in das Lesen von vielen anderen großartigen Blogs. Ich hatte zwar damals auch andere Laufblogs gelesen, aber nicht in der Intesität wie ich das heute tue. Ich genieße es neue Ideen/ Impulse zu bekommen und mich mit anderen kreativen Köpfen auszutauschen.

Ich bewundere Blogs bzw. Bloggerinnen (ja, ich lese vorwiegend "weibliche Blogs ;) ), die es schaffen, mit ihrem Blog Geld zu verdienen - meinen eigenen Blog sehe ich da eher als ein kleines Sternchen am großen Bloggerhimmel. Manchmal würde ich gern mehr über Dinge schreiben, die mich bewegen - egal ob positiv oder negativ, aber dann frage ich: Ob das jemanden interessiert?
In meinem direkten Umfeld gibt es einige, die wissen, dass ich blogge und diesen Blog auch aktiv verfolgen (und mir z.B. wegen diesem Post eine vegetarische Pizza backen ;) ), widerum andere wissen es nicht und würden es wahrscheinlich befremdlich finden, dass ich mich und unser Leben in dieser Form im Netz darstelle. 
Ich mache mir Gedanken, wie es vielleicht in 20, 30 Jahren in der Bloggerwelt auszieht, welche Veränderungen sie durchgemacht hat und ob es dann noch die gleichen Blogs gibt, die dann quasi zu einem Lebensblog geworden sind. Und was wird mein Sohn eines Tages davon halten, wenn er richtig mitbekommt, was ich hier mache? Wird es ihm peinlich sein? Oder wird er in einer ganz anderen Generation aufwachsen, in der der Umgang mit den "neuen" Medien so normal ist, dass es keine "neuen" Medien mehr sind?








Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...