Donnerstag, 24. April 2014

Umgebung [ShortStories]

Im letzten Monat habe ich die Short Stories von Bine & Andrea ausfallen lassen, vielleicht purzeln mir irgendwann passende Gedanken durch den Kopf, die ich dann aufschreiben werde.

Nun also zum Thema des Monats April :).

 

 Inzwischen ist es mehr als 2 Jahre her, dass wir in unsere alte Heimat zurück gezogen sind. Die Entscheidung zurückzugehen war eigentlich keine, denn es war immer klar, dass wir dies eines Tages bzw. spätestens zum Schulanfang von unserem Sohn tun würden. Dennoch kam der Aufbruch dann doch recht überraschend, da der Beste ohne sein Zutun im Herbst 2011 ein Jobangebot bekommen hatte, welches er nicht ungenutzt lassen wollte.


Also haben wir im Februar 2012 unsere Zelte in unserer "Zwischenheimat" abgebrochen und sind zurück in die Provinz gezogen, weg von unseren Freunden dort und weg von den Annehmlichkeiten, die eine Großstadt zu bieten hat. Zurück zu unseren Familien. Zurück zu dem Freundeskreis hier. Zurück in die Provinz. Wo die Bürgersteige abends hoch geklappt werden. Wo die Geschäfte teilweise Mittags schließen. Wo jeder jeden kennt.

Und was soll ich sagen? Wir würden es jederzeit wieder so machen.

Erstaunlicherweise fiel es uns nicht schwer, uns wieder an das Kleinstadtleben zu gewöhnen. Wir sind hier beide geboren und aufgewachsen, wir kennen also ziemlich jede Ecke und auch den Schlag Menschen, die hier leben (der Kleinstädter an sich neigt zu einer ausschließlich negativen Sicht seiner Umgebung, findet alles schlecht, gibt Neuem kaum eine Chance und hütet seinen gemieteten Parkplatz wie seinen Augapfel ;).). Wir genießen es sehr, dem kleinen Mann Orte unserer Kindheit zeigen zu können.

Hier ist die Stadt, in der ich beim Bäcker meines Vertrauens beim Bestellen eines Kartoffelbrötchens umgehend die Antwort bekomme, dass Kartoffel-Nußbrötchen leider nur am Wochenende gebacken werden. Dabei ist es am Wochenende ausschließlich der Beste, der Brötchen holen geht.

Hier ist die Stadt, in der der Paketbote die Päkchen zur Arbeitsadresse
bringt, obwohl sie eigentlich nach Hause adressiert sind.

Hier ist die Stadt, in der ich auf dem Weg zur Post eine Mam mit ihrem Kind überhole und die Mama sagen höre: "Das ist die Tante vom Beerdigungsinstitut, die hat nun Feierabend." und weder Kind noch Mutter jemals gesehen habe.


 Hier ist unser Platz.

*Hier* werden die anderen Short Stories gesammelt.

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