Montag, 28. April 2014

"London Calling" [BloggDeinBuch]

Nach "Ein Mann wie Holm" durfte ich diesen Monat ein weiteres Buch für Blogg dein Buch rezensieren.

Diesmal handelte es sich um den Krimi "London Calling" aus dem Goldfinch Verlag, der sich auf Großbritannien-Literatur spezialisiert hat. Neben Reiseführern runden Kriminalromane das Verlagsprogramm rund um die Insel ab.


Um was geht es?

In der City of London, dem Herzen der internationalen Finanzwelt, wird die Leiche des dubiosen Finanzberaters Bradshaw gefunden. Die flippige Künstlerin Luna hat den Mann seit einiger Zeit verfolgt, weil das Geld, das sie ihm anvertraut hat, verschwunden ist.

Scotland Yard vermutet schnell, dass eine Stalkerin den Banker erschossen hat – und kommt auf die Spur von Luna. Doch diese schwört ihrer Freundin Kate, dass sie unschuldig ist. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem wahren Mörder und stechen unversehens in ein Wespennest aus Korruption und Geldwäsche, Eitelkeiten und Gier.

 Ich bin ein großer Fan von "englischen" Krimis - die Werke von Agathe Christie, Arthur Conon Doyle, Elisabeth George oder Martha Grimes habe ich verschlungen. Gerade bei den ersten beiden Autoren bin ich mehrfacher Wiederholungstäter. Aber ich habe dadurch auch recht hohe Ansprüche, was ich von einem Krimi erwarte und muss leider sagen, dass es nur wenige Krimis gibt, die mich wirklich ernsthaft in ihren Bann ziehen können - entweder schreckt mich ab, weil der Täter am Anfang genannt wird und man dann dem Kommisar/ Ermittler/ Privatdetektiv/ Person-die-unglücklich-in-die-Situation-gekommen-ist zuschaut, wie er auf den Täter hinarbeitet. Mag ich nicht. Ich möchte mitknobeln und mich überraschen lassen.
Dann gibt es nach meinem Empfinden erstaunlich viele Krimis, in denen Frauen und/ oder Kinder die "Opfer" sind. Mag ich auch nicht. Kinder geht gar nicht und Frauen muss nicht sein. Somit wird der Kreis an Krimis, die ich mag, erstaunlich eingeschränkt. Dadurch lese ich auch wenige Krimis bzw. gehe dann doch wieder zurück zu den oben genannten vier Autoren. 

Vielleicht tue ich damit vielen Krimiautoren Unrecht, die spannende Geschichten geschrieben haben. Von Zeit zu Zeit - wenn mich der Krimihunger packt - stöbere ich in unserer Bücherei, die wirklich ein sehr gutes Angebot hat, nach einem schönen Krimi, aber es ist ganz selten so, dass mich ein Klappentext so weit anspricht, dass ich das Buch dann auch mitnehme. Ist halt einfach so. Ich bin da ein harter Brocken.

(Das bezieht sich jetzt nicht nur auf "englische" Krimis, sondern auf Krimis allgmein und auch sogenannte Thriller, beides Genre, die ich vor Jahren fast ausschließlich gelesen habe.)

Was hat das alles mit dem Buch zu tun, um welches es in diesem Post eigentlich gehen sollte? Ich wollte damit zeigen, dass es Krimis per se sehr schwer mit mir als Leser haben, weil ich viel von diesem Genre erwarte.

Trotzdem wollte ich "London Calling" eine Chance geben. Ohne es auf die Stufe von Sherlock Holmes & Co. stellen zu wollen. 

Es ist ein "leichter" Krimi, d.h. man liest ihn ratzfatz weg. Die Geschichte ist in sich schlüssig, die Hauptfiguren sind gut gezeichnet und die Handlung hält ein paar Überraschungen bereit. Sympathisch fand ich, dass am Ende des Buches noch eine Art Stadtplan enthalten war, mit dessen Hilfe man die Schauplätze in London "ablaufen" könnte.

Mir hat an manchen Stellen die Spannung gefehlt, aber darüber hinaus konnte ich das Lesen sehr genießen.

Also wer nicht so ein gestörtes Verhätnis zu Krimis hat, wie ich, dem könnte das Buch viel Freude bereiten.

Von mir gibts ein "gut" :).

(Aber ja, das London von Sherlock Holmes ist mir sympathischer. Ist halt einfach so.)

Wer Tipps für gute Krimis hat, kann diese gerne in den Kommentaren hinterlassen ;).

Details
Titel: London Calling
Verlag: Goldfinch Verlag 
Seiten: 301
ISBN: 978-3940258335

Wasmussdasmuss
Das Buch wurde mir von "Blogg dein Buch" zur Verfügung gestellt.
Meine Meinung ist nicht käuflich.

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