Donnerstag, 15. Oktober 2009

Back again

Hallo liebe Leser,

nach über einem Monat melde ich mich wieder zurück.

Was ist passiert?

Am 8.9.2009 erreichte uns die schockierende Nachricht, dass eine sehr gute Freundin unerwartet an einer heimtückischen Krankheit gestorben ist. Auf einmal steht das ganze Leben Kopf, man versucht zu begreifen und kann es dennoch nicht fassen. Zu unserer Trauer gesellte sich das Gefühl der Hilflosigkeit gegenüber ihrem Mann, den Kindern und ihrer Familie ...


Das Leben stand Kopf, aber leider nicht still - am 25.09. stand meine letzte Prüfung im Kalender. Tunnelblickartig versuchte ich meine Gedanken darauf zu richten und alles weitere - soweit wie möglich - auszuschalten. Laufen fiel als Ablenkung aus, da ich mir eine Verletzung am Fuß zugezogen hatte und 3 Wochen Laufpause verordnet bekommen habe. Wie auch immer - aber sicher nicht aus eigener Kraft, sondern mit göttlicher Führung habe ich die Prüfung erfolgreich hinter mich gebracht. Nun steht nur noch die Magisterarbeit an, die ich bis spätestens Mitte November angemeldet haben möchte.


Letzte Woche waren wir auf einer kleinen Rundreise im Norden des Landes unterwegs, unter anderem auch an der Ostsee. Wir konnten sogar noch ein paar Sonnenstunden im Strandkorb genießen. Das ist noch keine Woche her, dennoch kaum vorzustellen, wenn man heute morgen aus dem Fenster (inzwischen wieder zuhause) geschaut hat - da tanzten Schneeflocken, wild umhergewirbelt von einem starken Wind.


Ich hatte mir vorgenommen, heute wieder einen Lauf zu versuchen und das wollte ich mir auch nicht vom Wetter vermiesen lassen. Zugegebenermaßen hatte ich Angst vor diesem "1. Mal", Angst, dass der Fuß nicht mitmacht und nach dem Lauf die Schmerzen wieder kommen. Diese Ängste beiseite schiebend, habe ich mich in Richtung Kaitz aufgemacht. Ohne Musik, ohne Hörspiel, nur ich und das gleichmäßige Geräusch meiner Schuhe.

Es war wunderschön.
Und vor allem ohne Schmerzen.

Zu Beginn war es ein gedankenloses Genießen - ein Auskosten des Momentes. Mit der Zeit kamen ein paar Gedanken, zogen vorbei. Es war egal, dass es regnete, dass auf den Straßenpassagen viele Autos unterwegs waren, dass die Wege verschlammt waren - nur das Laufen können allein zählte.

Zahlen sind egal ...
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